Achtzehn Begriffe, die in Berichten über KI-Sichtbarkeit auftauchen. Jeder in zwei Sätzen erklärt, dazu was er für Sie bedeutet. Ohne Fachjargon, der nur beeindrucken soll.
Generative Engine OptimizationGEO
Die Arbeit daran, dass ein KI-System eine Firma nennt, wenn jemand nach einer Empfehlung fragt. GEO wirkt auf zwei Seiten: auf der eigenen Website, damit ein Modell sie überhaupt lesen und einordnen kann, und auf fremden Seiten, die das Modell als Quelle heranzieht. Der zweite Teil ist der größere und der, den klassisches SEO nicht abdeckt.
Was das für Sie heißtWer bei Google auf Platz sieben steht, bekommt noch Klicks. Wer in einer KI-Antwort nicht unter den drei genannten Namen steht, existiert für den Fragenden nicht.
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Answer Engine OptimizationAEO
Ein zweiter Name für weitgehend dasselbe wie GEO. Manche Anbieter trennen die Begriffe: AEO für die Antwortbox oben in der Suche, GEO für die Chatsysteme. In der Praxis überschneiden sich die Maßnahmen so stark, dass die Unterscheidung selten trägt.
Was das für Sie heißtWichtig nur, wenn ein Anbieter Ihnen beides getrennt verkaufen will.
KI-Sichtbarkeit
Wie oft und wie prominent ein Unternehmen in den Antworten von KI-Systemen vorkommt. Anders als Suchmaschinen-Rankings ist das kein einzelner Platz, sondern eine Verteilung: dieselbe Frage bringt je nach System, Land und Tag andere Namen. Deshalb misst man wiederholt statt einmalig.
Was das für Sie heißtEine einzelne Abfrage sagt fast nichts. Erst zehn Fragen über mehrere Wochen ergeben ein Bild.
Sichtbarkeits-Score
Eine Zahl zwischen 0 und 100, die die Messergebnisse eines Unternehmens zusammenfasst: wie oft es genannt wird, an welcher Stelle, in wie vielen der geprüften Systeme und ob die Nennung mit einer Quelle belegt ist. Bei TheCited steht der Wert im Kundendashboard und wird wöchentlich neu berechnet.
Was das für Sie heißtDer Score allein sagt wenig. Seine Richtung über acht bis zwölf Wochen sagt alles.
Nennung
Ein KI-System schreibt den Firmennamen in seine Antwort. Die Nennung ist die Mindestform der Sichtbarkeit und noch kein Beleg: das Modell kann einen Namen auch aus dem Gedächtnis nennen, ohne eine Quelle dafür anzugeben.
Was das für Sie heißtGenannt zu werden bringt Kundschaft. Genannt und belegt zu werden bringt Vertrauen dazu.
ZitatQuelle
Das KI-System nennt nicht nur einen Namen, sondern verlinkt die Seite, aus der es die Information hat. Diese verlinkte Seite ist die Quelle. Sie gehört meistens nicht dem genannten Unternehmen, sondern einem Verzeichnis, einer Bestenliste, einem Forum oder einem Presseartikel.
Was das für Sie heißtWer wissen will, warum ein Wettbewerber genannt wird, schaut sich dessen Quellen an. Dort steht die Antwort öfter als auf seiner Website.
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Anteil an den AntwortenShare of Voice
Der Prozentsatz der geprüften Fragen, bei denen ein Unternehmen genannt wird. Zehn Fragen, dreimal gefragt, fünf Systeme ergeben 150 Antworten. Kommt der Name in 40 davon vor, liegt der Anteil bei 27 Prozent.
Was das für Sie heißtDiese Zahl vergleicht sich sauber mit Wettbewerbern, weil sie nicht von der Anzahl der Fragen abhängt.
Präsenz
Ob ein Unternehmen auf einer Seite steht, die KI-Systeme als Quelle lesen. Ein Verzeichnis kann hundertmal zitiert werden: steht Ihr Name dort nicht, bringt Ihnen das nichts. Präsenz ist die Lücke zwischen den Quellen, die zählen, und den Quellen, auf denen Sie vorkommen.
Was das für Sie heißtDer schnellste Hebel überhaupt. Ein Eintrag in einem oft zitierten Verzeichnis wirkt binnen Wochen.
AI Overview
Der von Google erzeugte Antworttext über den klassischen Suchergebnissen. Er nennt Firmen und verlinkt Quellen, funktioniert also wie eine KI-Antwort, erscheint aber innerhalb der Suche. Nicht jede Suchanfrage löst einen aus.
Was das für Sie heißtFür lokale Dienstleistungen erscheint er häufig und verdrängt die blauen Links nach unten.
PromptFrage
Die Frage, die ein Mensch dem KI-System stellt. In einer Messung ist der Prompt die kontrollierte Größe: derselbe Wortlaut, dasselbe Land, mehrfach wiederholt. Nur so lassen sich zwei Wochen miteinander vergleichen.
Was das für Sie heißtÄndert man den Wortlaut, ändert sich das Ergebnis. Ein eingefrorener Fragensatz ist die Grundlage jeder Verlaufsmessung.
Query Fan-out
Ein KI-System zerlegt eine Frage in mehrere Suchanfragen, führt sie parallel aus und baut die Antwort aus den Treffern zusammen. Aus „welcher Hochzeitsfotograf am Gardasee“ werden intern ein Dutzend Suchen nach Orten, Stilen und Preisen.
Was das für Sie heißtDeshalb hilft es wenig, auf ein einzelnes Suchwort zu optimieren. Sie müssen für viele benachbarte Fragen auffindbar sein.
Muss man ranken, um zitiert zu werden? ›
llms.txt
Eine vorgeschlagene Textdatei im Wurzelverzeichnis einer Website, die KI-Systemen erklären soll, welche Inhalte dort stehen. Der Vorschlag stammt aus dem Jahr 2024. Kein großer Anbieter hat öffentlich bestätigt, dass er die Datei liest.
Was das für Sie heißtSchnell angelegt, schadet nicht, ersetzt aber keine einzige der Maßnahmen, die nachweislich wirken.
Bringt llms.txt überhaupt etwas? ›
Strukturierte DatenSchema.org, JSON-LD
Ein maschinenlesbarer Block im Quelltext einer Seite, der Fakten in feste Felder sortiert: Firmenname, Adresse, Öffnungszeiten, Preise, Bewertungen. Das übliche Format heißt JSON-LD, das Vokabular kommt von Schema.org.
Was das für Sie heißtEin Modell muss den Namen dann nicht aus dem Fließtext raten. Besonders wirksam bei Adresse, Telefonnummer und Öffnungszeiten.
Bringt Schema Zitate? ›
NAPName, Adresse, Telefon
Firmenname, Adresse und Telefonnummer in exakt derselben Schreibweise auf der eigenen Website, im Google-Unternehmensprofil und in allen Verzeichnissen. Abweichungen wie „Str.“ gegen „Straße“ reichen aus, damit Systeme zwei Einträge für zwei Firmen halten.
Was das für Sie heißtDie langweiligste Maßnahme auf jedem Fahrplan und eine der wirksamsten für lokale Anbieter.
KI-CrawlerGPTBot, ClaudeBot, PerplexityBot
Programme, mit denen die KI-Anbieter Webseiten abrufen. Jeder Anbieter hat eigene, unter eigenen Namen: GPTBot und OAI-SearchBot für OpenAI, ClaudeBot für Anthropic, PerplexityBot für Perplexity, Google-Extended für Google. Die robots.txt einer Website kann sie einzeln aussperren.
Was das für Sie heißtViele Baukastensysteme sperren diese Bots ab Werk. Wer ausgesperrt ist, kann nicht zitiert werden.
Live-Suche und IndexRetrieval
Zwei Wege, auf denen ein Modell an Fakten kommt. Bei der Live-Suche startet es zur Frage eine Websuche und liest die Treffer. Beim Index greift es auf eine gespeicherte Sammlung zurück, die in größeren Abständen erneuert wird. Perplexity sucht überwiegend live, ChatGPT stützt sich stärker auf gespeicherte Daten.
Was das für Sie heißtDas erklärt die unterschiedlichen Reaktionszeiten: Perplexity zeigt Änderungen nach zwei bis acht Wochen, ChatGPT braucht Monate.
Entität
Ein Ding, das ein System als eigenständig wiedererkennt: eine Firma, eine Person, ein Ort. Ein Unternehmen ist als Entität sauber, wenn Name, Ort und Tätigkeit überall gleich beschrieben sind und die Einträge aufeinander verweisen.
Was das für Sie heißtVerschwimmt die Entität, verteilt sich Ihre Sichtbarkeit auf zwei halbe Firmen, die beide zu schwach sind, um genannt zu werden.
Halluzination
Ein KI-System gibt eine Information aus, die nicht stimmt und für die es keine Quelle hat: eine erfundene Öffnungszeit, ein falscher Preis, eine Firma am falschen Ort. Halluzinationen treten häufiger auf, wenn zu einem Thema wenig belastbares Material im Netz steht.
Was das für Sie heißtAuch ein Grund, klare Fakten öffentlich zu hinterlegen. Was ein Modell nicht findet, erfindet es im Zweifel.